Glaube und Religiösität im populären Musiktheater

Zielgruppe:
LehrerInnen, ErzieherInnen, Interessierte

Format:
Vortrag

Zur kulturellen Differenz zwischen den USA und Deutschland – behindert der Unterschied den transatlantischen Kulturtransfer?

Nur wenige Unterschiede zwischen Europa und den Vereinigten Staaten sind so dauerhaft wie die „Gotteslücke“. Blieben die USA trotz des Einzugs der Moderne in Wirtschaft und Gesellschaft weitgehend eine Bastion des Glaubens, vollzog sich hierzulande eine kontinuierliche „Entchristianisierung“. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn Glaube und Religiosität auch im amerikanischen populären Musiktheater der Gegenwart Eingang fanden, sei es in ausdrücklich darauf basierenden Werken wie „Carousell“, „Children of Eden“ oder „The Book of Mormon“, sei es in zunächst eher glaubensfern wirkenden Werken wie „Fame“, „Spring Awakening“ oder „Man of La Mancha“. Auf der Analyse verschiedener Formen der Darstellung von Glaube und Religiosität im US-Musical (unter Einbezug ausgewählter britischer Werke) soll der Frage nachgegangen werden, ob sich daraus Probleme für den transatlantischen kulturellen Transfer ergeben, stammt die Mehrheit der hierzulande gespielten Werke des populären Musiktheaters doch aus dem englischsprachigen Raum.

Ergebnis: Der Vortrag widmet sich der Differenz zwischen den USA und Deutschland bei der musiktheatralischen Darstellung von Glaube und Religiosität und fragt, ob der Unterschied den transatlantischen Kulturtransfer behindert.

DozentIn: Dr. Wolfgang Jansen ist Theaterwissenschaftler und Dozent für Theatergeschichte an der Universität der Künste Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen zur Geschichte des populären Musiktheaters im 19. und 20. Jahrhundert und zur Theatergeschichte des Landes Brandenburg. Er ist vielgefragter Referent für fachwissenschaftliche Tagungen an Hochschule und Universitäten im In- und Ausland.