Shoah Stories: Videoplattform zum Holocaust ist online

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Seit dieser Woche ist die internationale Bildungsplattform Shoah Stories mit innovativen Angeboten für Schüler/-innen und Lehrkräfte online. Sie soll Lehrer/-innen mithilfe von Kurzvideos dabei unterstützen, die Geschichte des Holocaust fundiert und jugendgerecht zu vermitteln.

Die vom Anne Frank Zentrum veröffentlichte Bildungsplattform stellt Kurzvideos von mehr als 20 Gedenkstätten, Museen, Bildungseinrichtungen und Zeitzeug/-innen weltweit bereit und ergänzt diese durch pädagogisch aufbereitete Lernmaterialien. Die Kurzvideos thematisieren die Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden, die Verfolgung durch die Nazis, jüdische Geschichte und Antisemitismus. Anhand von Zeitzeug/-innenberichten, historischen Quellen, Orten und Objekten vermitteln sie verschiedene Themen und Perspektiven im Zusammenhang mit dem Holocaust auf anschauliche Weise.

Zu den auf der Plattform vertretenen Organisationen zählen beispielsweise das Anne Frank Haus (Niederlande), die Gedenkstätte Buchenwald (Deutschland), das Warschauer Ghetto Museum (Polen) und das Holocaust Museum Los Angeles (USA). Auch Zeitzeug/-innen wie Tova Friedman, die in diesem Jahr zur traditionellen Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus im Deutschen Bundestag sprechen wird, sind mit Kurzvideos vertreten.

Die auf der Plattform eingestellten Inhalte sollen über den Holocaust informieren und dem Anstieg von Antisemitismus sowie der zunehmenden Geschichtsverzerrung im Internet und auf Social Media entgegenwirken. Gleichzeitig reagiert Shoah Stories auf die veränderten Mediennutzungsgewohnheiten junger Menschen, für die Plattformen wie Instagram und TikTok zum Alltag gehören. Das Format der Kurzvideos wird gezielt genutzt, um Wissen über die Shoah, Erinnerungskultur und die Bedeutung von demokratischen Werten zu vermitteln. Über die informativen Kurzvideos erhalten junge Menschen sowie Lehrende einen faktenbasierten und digitalen Zugang zur Geschichte des Holocaust. Damit stärkt die Plattform historisches Lernen im digitalen Raum und gibt Lehrkräften die Möglichkeit, die Shoah jugendgerecht im Unterricht zu behandeln, um Schüler/-innen für einen reflektierten und kritischen Umgang mit Informationen auf Social Media zu sensibilisieren. Das Material ist für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen ab 14 Jahren gedacht und steht auf der Website zur Verfügung. Für die Benutzung werden keine Social-Media-Konten benötigt.

Die digitale Plattform wurde vom Anne Frank Zentrum mit Förderung der Alfred Landecker Foundation veröffentlicht. Shoah Stories steht zu Beginn auf Deutsch und Englisch zur Verfügung, weitere Sprachen wie Französisch und Polnisch sollen folgen.